Die Iren haben schon einen sehr eigenwilligen Humor. Das zumindest könnte man meinen, wenn man sich das Video eines Iren ansieht, der gerade beerdigt wird. Seine geliebten Mitmenschen sollten an diesem Tag nicht weinen, sondern lachen. Um genau das zu erreichen, hat sich der Verstorbene einen wirklich ungewöhnlichen Plan überlegt. Während der Sarg bereits ins Grab gelassen wurde, ertönt plötzlich die Stimme des Toten – die natürlich nicht von ihm selbst, sondern von einem Band kam. Dieses hatte er wenige Tage zuvor aufgenommen und einen Lautsprecher mit in den Sarg legen lassen. Als die Worte „Lasst mit hier raus!“ ertönten, war die Trauergemeinde zunächst geschockt. Dann jedoch passierte, was passieren sollte: Die Menschen begannen zu lachen. Einige Minuten lang hörten sie gespannt zu, was der Verstorbene zu sagen hatte. Die Meinungen zu diesem Video spalten die Gemüter. Während einige die Idee für genial halten, finden andere, sie sei mehr als geschmacklos. Zumindest ging das Video und in den sozialen Medien viral.

„Lasst mich hier raus“ – eine nicht ganz ernst gemeinte Bitte

Shay Bredley wurde erst nach seinem Tod berühmt. Seine Familie und Freunde kannten ihn als Scherzkeks, der offenbar gerne mal übers Ziel hinausschoss. Hilferufe aus einem Sarg, das hat man sicher nicht alle Tage. Den Trauergästen auf dem Friedhof war, wenn man der Seite RTL.de glauben darf, jedoch schnell klar, dass Shay nicht aus Versehen begraben wurde. Vielmehr erfüllte er sich selbst seinen letzten Willen, die geliebten Mitmenschen noch einmal zum Lachen zu bringen, ehe er für immer schweigen muss. Mit Sätzen wie „Es ist verdammt dunkel hier unten“ war die trübe Stimmung schnell gebrochen. Sogar der Pfarrer wurde in der selbstgemachten und humorvollen Trauerrede persönlich angesprochen. Die Lautsprecherübertragung hat ihre Wirkung gezeigt, denn wirklich traurig war am Ende dieser alles andere als klassischen Beerdigung wohl niemand mehr.

Zweifelhafter Humor oder gute Idee?

Wenn es um die Frage geht, wie weit man mit dem Tod scherzen darf, dann scheiden sich die Geister. Shay Bredley hat sein Leben genossen. Während die Einen zum Zwecke der Unterhaltung Online Roulette spielen, war er immer für einen Scherz zu haben. Das hat er sich auch noch nach seinem Ableben bewahrt und wird damit sicher in die Geschichte eingehen. Die Enkelin des Mannes hatte die Szene gefilmt und hochgeladen. Sie kommentierte das Video mit den Worten: „”Mein Großvater wollte, dass jeder seine Beerdigung mit einem Lächeln im Gesicht verlässt. Und das hat er geschafft. Ich bin so stolz auf ihn.”
Schwarzer Humor ist bekanntlich Ansichtssache. So tiefschwarz wie dieser Scherz, das war aber selbst einigen Hartgesottenen zu krass. Wenige Sekunden nach dem ersten „Hallo“ hatte sich die Situation auch schon aufgelöst. Shay gab zu, dass er natürlich wirklich tot sei, er aber eben noch einiges zu sagen habe. An eine klassische Trauerfeier war danach wohl nicht mehr zu denken. Mit dem „Auftritt“ wir der Mann seinen Liebsten sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben. Dennoch gibt es zahlreiche Kommentare, laut denen diese Aktion einfach zu heftig war.

Irland hat einen neuen Star

Bradley hat sein Ziel definitiv erreicht. Sämtliche soziale Medien und Online Magazine berichteten über die Beerdigung, die Irland in ein neues Licht rückt. Unter anderem sagte der Lautsprecher: „Wo verdammt noch mal bin ich? Lasst mich hier raus. Es ist verdammt dunkel hier. Ist das der Priester, den ich höre? Hier ist Shay, ich bin in der Kiste!“ Die Aufnahme hatte sich der Verstorbene sehr gut überlegt und damit garantiert für einen besonderen Moment auf dem Friedhof in Kilimanagh gesorgt. Ob diese Aktion nachgemacht werden sollte, ist allerdings fragwürdig. Der Ire selbst erlag seiner schweren Krankheit, hat aber eins nie verloren: Seinen unnachahmlichen Sinn für Humor, der ihn nun zum Star des Landes gemacht hat.