Wenn ein Paar Nonnen nach Las Vegas durchbrennen!

Ganz schön dreist: Schwester Mary Margaret Kreuper und Schwester Lana Chang von der katholischen St. James Schule in Kalifornien haben es mit den Regeln nicht ganz so ernst genommen und insgesamt eine halbe Millionen Dollar oder fast 450.000 Euro von der Schule, an der sie tätig waren, gestohlen. Das Geld haben sie nicht angelegt oder sich ein Haus in der Sonne damit finanziert, sondern sind geradewegs nach Las Vegas, wo sie sich im Casino vergnügt haben.

 

 

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Die Ausführung des Plans

Das war alles möglich, da Schwester Mary Margaret Kreuper als Direktorin an der Schule angestellt war und Zugriff auf die Bücher hatte. So konnte sie ein paar Zahlen korrigieren und hier und da eine kleinere oder größere Änderung vornehmen und das Geld an sich nehmen.

Wenn Nonnen durchbrennenDie beiden Freundinnen gönnten sich damit immer wieder Reisen, von denen sie einige in die Spielbanken von Sin City – also nach Las Vegas – führten. Wieviel sie damit gewonnen haben, ist nicht klar. Zählen ihre Verdienste eigentlich auch zum gestohlenen Betrag dazu? Eine interessante Frage.

 

   Bild: Pixabay

Das Motiv

Der Schule wäre sicher aufgefallen, dass sich die Nonnen des Öfteren Reisen leisteten, wenn sich die beiden nicht eine Ausrede zurechtgelegt hätten: Eine der Schwestern behauptete einfach, ein reiches Familienmitglied zu haben, das für die extravaganten Ausgaben bezahlte. Über viele Jahre hinweg ging das gut, bis Schwester Mary Margaret Kreuper schließlich in den Ruhestand ging. Dann ging auf einmal alles abwärts!

28 Jahre lang war Schwester Kreuper an der Schule beschäftigt und 28 Jahre lang merkte niemand, dass sie fast 500.000 Dollar mitgehen ließ. Vielleicht war die Tatsache, dass es sie die Direktorin war, der Grund, warum man so einen Diebstahl nicht erwartete. Das Geld wurde nicht nur von der Schule, sondern natürlich auch indirekt von den Eltern und Schülern gestohlen. Teilweise war das Schulgeld betroffen, teilweise waren es Spenden, die Eltern oder andere gegeben hatten, um die Schule und die katholische Bildungseinrichtung insgesamt zu unterstützen.

Der Spaß in Las Vegas

Auch wenn sie nur ein bisschen Schuldgefühle verspürt haben, ist in Las Vegas jeder Schmerz schnell vergessen und die Nonnen haben sicherlich keinen Gedanken mehr an den unchristlichen Diebstahl verschwendet. Die bunten Lichter und Menschenmengen auf dem Las Vegas Strip haben sicher die Zeit wie im Flug vergehen lassen. Interessanterweise kann das Spielen in Las Vegas der Nonnen schon fast als traditionelle Entscheidung gesehen werden. Heutzutage spielen viele in Online Casinos, was schneller und einfacher geht, als nach Las Vegas zu reisen und sich dort in einer Spielbank hinzusetzen.

 

Bild: Pixabay

Erwischt!

Nachdem Schwester Mary Kreuper in den Ruhestand gegangen war, nahm eine neue Leitung ihre Position ein. Die Bücher wurden erstmals nach Jahren genau durchgegangen und überprüft und Buchprüfer wurden so auf den Schaden aufmerksam. Es muss dazu gesagt werden, dass sie nur 6 Jahre kontrollierten – nicht alle 28 Jahre. Es könnte sich also um einen weitaus größeren Betrag gehandelt haben als bisher angenommen. Wer weiß, wie viel sie eigentlich gestohlen haben!

Die Strafe?

Dennoch wurde letztendlich entschieden, dass der Fall innerhalb der katholischen Kirche selbst gelöst werden würde und die beiden Nonnen keine rechtlichen Strafen erhalten würden. Das gab der Erzbischof von Los Angeles bekannt, sicherlich sehr zur Erleichterung der beiden. Die genaue Strafe, die sie bekommen würden, wenn überhaupt, wurde allerdings nicht besprochen. Natürlich tauchte der Fall in den Medien auf und wurde in der Presse, sowohl in den USA als auch in anderen Ländern, ausgiebig besprochen. Am schlimmsten war vielleicht die unvermeidbare Rede vor den Eltern, welche die Schule halten musste.

Die Anwältin der Schule, Frau Marge Graf, sprach öffentlich von einem Muster, das beim Diebstahl deutlich zu erkennen war. Die Nonnen hätten sich beim Konto der Schule regelmäßig bedient und dabei so getan als handle es sich um ihr eigenes Bankkonto, erklärte Frau Graf. Was lernen wir aus der Geschichte? Auch Nonnen wollen den Las Vegas Flair nicht verpassen!

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